Dachorganisation der kommunalen Seniorenbeiräte und Seniorenvertretungen in Bayern
Dachorganisation der kommunalen Seniorenbeiräte und Seniorenvertretungen in Bayern

Herzlich willkommen auf der Homepage der Bayerischen Landesseniorenvertretung!

Zusammenarbeit stärkt!

 

Wir sind die LandesSeniorenVertretungBayern (LSVB), die überparteiliche Dach­organisation der kommunalen Seniorenvertretungen in Bayern. Wir sind politisch aktiv und bündeln die Senioreninteressen in den Kommunen. Wir stehen für Lebens­qualität, Selbstbestimmung und Würde der älteren Generationen. Insbesondere setzen wir uns ein für alle Belange in den Bereichen:


- soziale Sicherheit, - gesellschaftliche Teilhabe, - Gesundheit und Pflege,

- Wohnen, - Mobilität.

Darüber hinaus engagieren wir uns für die Integration alter Menschen in allen Lebenslagen, wenden uns gegen alle Formen der Ausgrenzung oder Abwertung, fördern Initiativen und Aktivitäten Älterer durch „Hilfe zur Selbsthilfe“, unterstützen aktives Zusammenleben, lebenslanges Lernen sowie den Dialog und die Solidarität zwischen den Generationen.

 

Wir fordern die gesetzliche Verankerung der Seniorenvertretungen in allen Kommunen ab einer bestimmten Größe und eine gesetzliche Grundlage für die LandesSeniorenVertretungBayern (LSVB). Die Bayerische Staatsregierung ist aufgerufen, die LSVB in allen Angelegenheiten des Landes, die deren Interessen in besonderer Weise betreffen, zu beteiligen und zu informieren.

 

Wir sehen unsere Aufgabe auch in der Unterstützung bestehender sowie bei der Gründung neuer Seniorenvertretungen. Dazu gehören u. a.:

  • Information über Aufgaben und Arbeits­mög­lichkeiten von Senioren­vertretungen sowie Mustersatzungen, Geschäfts- und Wahlordnungen
  • Vermittlung von Referenten für Vortragsveranstaltungen, Diskussionen
  • Förderung von Initiativen sowie Fortbildung kommunaler Seniorenbeiräte
  • regelmäßige Informationen über Entwicklungen im Bereich der Alten­politik und über die eigenen Aktivitäten des Vereins durch Infor­mations­briefe und Pressemitteilungen.

Die LSVB arbeitet parteipolitisch neutral, überkonfessionell und verbandsunabhängig. Sie unterhält keine eigenen Einrichtungen. Sie fördert und unterstützt alle Maßnahmen, die zu einer Verbesserung der Situation der älteren Generationen in Bayern beitragen.

Pressemeldung 13. Juli 2017

Bayerisches Landes-Seniorenmitwirkungsgesetz (neu), Art. 23 Europäische Sozialcharta ratifizieren, SGB XIII (neu)

 

Grußwort

von

Franz Wölfl

Vorsitzender der LandesSeniorenVertretung Bayern

anlässlich des Festaktes zum 30-jährigen Bestehens des Seniorenbeirates der Stadt Augsburg

am 13. Juli 2017


 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Gribl,

sehr verehrte Frau Bürgermeisterin Weber,

sehr geehrter Herr Müntefering,

sehr geehrter Herr Gams,

lieber Josef Niederleitner,

sehr geehrte Festgäste,

 

herzlichen Dank für die Einladung zu Ihrer Jubiläumsfeier. Über Ihre Einladung habe ich mich sehr gefreut.

 

Im Namen des Vorstandes der Landesseniorenvertretung Bayern gratuliere ich dem Seniorenbeirat der Stadt Augsburg zu seinem 30. Geburtstag. Ich danke allen Mitgliedern des Seniorenbeirates und den zuständigen Verantwortlichen der Stadt Augsburg für ihr vorbildliches Engagement und ihr sehr erfolgreiches Wirken im Interesse unserer älteren Bevölkerung. Herr Oberbürgermeister, Sie können stolz sein, einen so engagierten Seniorenbeirat in ihrer Stadt zu haben. Für die Zukunft wünsche ich dem Seniorenbeirat und allen für die Seniorenarbeit in der Stadt Augsburg Verantwortlichen, dass Sie noch erfolgreicher sind als in der Vergangenheit.

 

30. Geburtstag – was heißt das? Alter, meine Damen und Herren, ist etwas Relatives. Sehr schön kommt das in einem Gedicht von Max von der Grün zum Ausdruck:

 

„Als ich 5 Jahre alt war, war meine Mutter 25

und ich fand sie sehr alt.

Als ich 25 Jahre alt war und sie 45,

fand ich sie alt.

Als ich 45 Jahre war, war sie 65,

und ich fand sie sehr jugendlich.

Als ich 48 Jahre alt war, starb meine Mutter,

und ich fand, sie sei sehr jung gestorben.“

 

 

Meine Damen und Herren, wir alle wissen, dass das mit dem Älterwerden für viele von uns nicht ganz einfach ist. Schon Cato der Ältere fand das Alter beklagenswert, weil
 

  • es uns von der Ausübung einer Tätigkeit abhält,

  • es unseren Körper schwächt,

  • es uns fast sämtlicher Genüsse beraubt und

  • es dem Tode nahe ist.


Meine Damen und Herren, wir wissen aber auch, dass man nicht einfach alt wird, weil man eine bestimmte Anzahl von Jahren gelebt hat, sondern allein dann, wenn man seine Ideale aufgibt. Alt ist man erst dann, wenn man keine Ziele mehr hat, die man erreichen will. Viele von Ihnen kennen den spanischen Cellisten Pablo Casals. Als er, 92jährig, gefragt wurde, warum er immer noch täglich Cello übe, antwortete er: „Ich glaube, ich mache Fortschritte.“

 

Älterwerden gehört zum Leben und ist ein ganz natürlicher Vorgang. Kurz: ein Reifungsprozess. Durchaus etwas Beglückendes und Genussvolles. Älterwerden ist, meine Damen und Herren,

  • negativ gesehen, einfach nicht zu vermeiden,

  • neutral formuliert, durchaus etwas normales oder, richtig verstanden

  • einfach schön.

 

Meine Damen und Herren, der österreichische Soziologe Leopold Rosenmayr bringt seine Sicht auf das Alter mit „Die späte Freiheit“ zum Ausdruck. Da dies auch meiner Lebensphilosophie entspricht, möchte ich zum Ende meines Grußwortes auf zwei seniorenpolitische Anmerkungen nicht verzichten:

 

  1. In den nächsten 30 Jahren wird die Zahl der Bürgerinnen und Bürger, die 60 Jahre und älter sind, in Bayern um rund 1,1 Mio zunehmen. Der Anteil der 60+ Generation wird dann 33,7 % betragen. Obwohl wir Älteren schon heute die zahlenmäßig größte Bevölkerungsgruppe bilden, sind wir keine Egoisten nach dem Motto „Zuerst wir, dann die anderen“. Wir sind uns bewusst, dass Seniorenpolitik Familienpolitik und damit Generationenpolitik ist. Was wir aber von Gesellschaft und Politik erwarten ist, dass man sich mit unseren Wünschen und Forderungen argumentativ auseinandersetzt und uns nicht mit Sonntagsreden und der wiederkehrenden Ankündigung von immer neuen Berichten abspeist. Aus diesem Grunde bin ich der Meinung, dass der bayerische Landesgesetzgeber, auch wenn Bayern bekanntermaßen die Vorstufe zum Paradies ist, gut beraten wäre, ein Landes-Seniorenmitwirkungsgesetz zu beschließen.
     

  2. In Deutschland gibt es kein Rechtsgebiet „Recht der älteren Menschen“. Dies ist erstaunlich: einmal unter dem Blickwinkel der Rechtswirklichkeit, zum anderen im internationalen Vergleich. Das Grundgesetz und auch die Bayerische Verfassung kennen keine spezifischen Regelungen für das Alter bzw. ältere Menschen. Ich bin mir bewusst, dass Mehrheiten für Verfassungsänderungen schwer zu beschaffen sind. Aber auch eine einfachgesetzliche Regelung auf Bundesebene wäre ein Schritt nach vorne. Einmal würde sich anbieten, dass der Bundestag Art. 23 der revidierten Fassung der Europäischen Sozialcharta endlich ratifiziert. Diese Bestimmung regelt das Grundrecht der älteren Menschen auf ein würdiges und unabhängiges Leben und auf Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben. Noch effektiver im Interesse von uns Älteren wäre jedoch, wenn sich der Bundesgesetzgeber dazu durchringen könnte, die Sozialgesetzgebung um ein XIII. Buch zu ergänzen. Will heißen, ein SGB XIII zu beschließen, in dem das gesamte Recht der älteren Menschen zusammengefasst wird.

 

Meine Damen und Herren, ein Grußwortredner muss wissen, wann er aufhören soll. Ich glaube, an diesem Punkt bin ich jetzt angelangt. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche dem Geburtstagskind nochmals alles, alles Gute.

Über uns

Wir sind ein Dachverband für Senio­ren­bei­räte, Seniorenbeauftragte und Seniorenvertretungen von Städten, Gemeinden und Landkreisen in ganz Bayern und setzen uns, so­wohl auf Landes-, als auch auf Bundesebene, in allen Bereichen der Seniorenarbeit un­er­müdl­ich für die Rech­te der Senioren ein.

 

So helfen wir z.B. dabei, überörtliche Angelegenheiten an die richtigen Adres­sen zu leiten, Kontakte mit Institutionen, Verbänden und Gruppen zu halten, die sich bayern­weit mit der Altenarbeit befassen. Dazu bedarf es einer landesweiten, parteipolitisch neutralen, konfessionell nicht gebundenen und verbandsunabhängigen Einrichtung. 

 

Im Laufe der letzten Jahre konnten wir immer mehr Mitglieder in unserer LandesSeniorenVertretung Bayern e.V. begrüßen. Wir freuen uns über steten Zuwachs und steigende Mitgliederzahlen!

 

Gute Gründe, der LSVB beizutreten:

  • LSVB tritt für ältere Menschen ein, damit sie selbstbestimmt an der Gesellschaft teilhaben können
  • Bündelung des seniorenpolitischen Know How
  • Sprachrohr und Botschafter seniorenpolitischer Themenschwerpunkte zu Politik und Öffentlichkeit
  • Bayernweiter Kommunikationskanal, Bindeglied und Netzwerkarbeit mit allen kommunalen Seniorenvertretungen, Institutionen, Gremien und Organisationen
  • Verbesserung der Öffentlichkeitswirkung, um Nachhaltigkeit für die Wahrnehmung der Interessen und der Rechte von Älteren in der Gesellschaft zu schaffen
  • Nutzung von Synergieeffekten
  • LSVB ist Dachorganisation der kommunalen Seniorenvertretungen in Bayern und bietet Hilfe und Unterstützung bei Aufbau und Einrichtung einer Seniorenvertretung
  • Unterstützung von Seniorenvertretungen durch Beratung und Entwicklung von Lösungsansätzen vor Ort
  • Begleitung sozialpolitischer Arbeitskreise durch die Landesebene
  • Planung und Durchführung regelmäßiger Landesdelegiertentagungen und Förderung der Zusammenschlüsse in den Bezirken
  • Paritätische Besetzung des seniorenpolitischen Kuratoriums unter der Federführung der Ministerin
  • Bereitstellung von relevanten Informationen für die Zielgruppe durch den Landesverband (Homepage, Verbandszeitschrift, Newsletter)
  • Bereitstellung von kostenlosen Bildungsangeboten für unsere Mitglieder (in Vorbereitung)
  • Wir haben 183 Mitglieder aus allen bayerischen Regierungsbezirken, sowie 11 Einzelmitglieder





Hier können Sie unsere neueste Mitgliederliste downloaden!
Mitgliederliste April 2017.pdf
PDF-Dokument [292.3 KB]
Mitgliederliste nach Regierungsbezirk
Mitglieder nach RegBez April 2017.pdf
PDF-Dokument [250.2 KB]
Unser Info - Flyer!
LSVB-Flyer-2015.pdf
PDF-Dokument [380.1 KB]
Gründung und Aufbau kommunaler Seniorenvertretungen
LSVB_Gruendungsbroschuere-1 e.V..pdf
PDF-Dokument [1.3 MB]

Unsere Broschüre für Städte und Gemeinden in Bayern, die Interesse haben, eine Seniorenvertretung zu gründen. Genauso ist sie auch ein Nachschlagewerk für bereits bestehende Seniorenvertretungen und Seniorenbeiräte. Eine Pflichtlektüre für Jedermann, der mit der Vertretung von Senioren in Bayern zu tun hat!

Hier können Sie unsere Broschüre und/oder den Info-Flyer direkt bestellen! Bitte teilen Sie uns im Kommentarfeld die Anzahl mit.

Name:*
Straße, Nr.:*
Postleitzahl:*
Ort:*
E-Mail-Adresse:
Telefon:
Kommentar:
 
Bitte geben Sie den Code ein:

Hinweis: Felder, die mit * bezeichnet sind, sind Pflichtfelder.

Wir werden gefördert durch:

Geschäftsstelle:

Schellingstr. 155

80797 München

 

Tel: 0 89 / 954 756 990

Email: seniorenvertretung-bayern@lsvb.info

 

 

Wir werden gefördert vom:

 

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© LandesSeniorenVertretung Bayern e.V., Geschäftstelle München

Anrufen

E-Mail

Anfahrt